Flaga Group History    Über FLAGA


Firmengründung

Flaga-Gründer Adolf Bauer
Am 26. November 1947 gründete Herr Adolf Bauer seinen Gewerbebetrieb mit dem Gedanken, Flüssiggas dem Endverbraucher in Flaschen für Koch- und Heizzwecke zur Verfügung zu stellen. Aus dieser Idee resultiert auch der Name: FLAGA als Abkürzung für FLASCHEN GAS.

Zurückgreifend auf Altflaschen, zum Teil noch aus militärischen Beständen, wurde ein einfacher Handel ins Leben gerufen. Flüssiggas wurde in den damals noch spärlich vertretenen Eisenbahnkesselwaggons zum Bahnhof gebracht, dort manuell in Flaschen umgefüllt und den Konsumenten zur Verfügung gestellt.

1951-Flaga PKWAus der Not eine Tugend machen, bedeutete auch für das neu gegründete Gewerbeunternehmen, bei der Entwicklung von Haushaltsreglern, Gewerbereglern und Heizgeräten, selbst Hand anzulegen. Im Sog des wirtschaftlichen Aufschwunges in den 50er Jahren wurden diese ehrgeizigen Pläne auch realisiert und damit begann das Zeitalter des Flüssiggases in der Flasche, eine saubere Energie, auf kleinstem Raum verpackt, mobil und einfach. Während der 50er Jahre bis zum Beginn der 60er Jahre wurde so die Flasche das wichtigste Gebinde für die Lagerung und den Transport von Flüssiggas im Haushalt und im Gewerbebetrieb.




Entwicklung der Firma

Zu Beginn der 60er Jahre wurde mehr Komfort, vor allem beim Beheizen von Einfamilienhäusern und der Versorgung von Gewerbebetrieben mit Flüssiggas gewünscht. Daraus resultierte der Bedarf für die ersten Flüssiggastanks, welche im Jahre 1962 in Deutschland gebaut und durch FLAGA erstmals in Österreich vertrieben wurden.

1. Flüssiggas-Tankwagen
Um von der Logistik her dem erhöhten Bedarf von Flüssiggas Rechnung zu tragen, wurde im Jahre 1963 der erste Flüssiggastankwagen gemeinsam mit der Salzburger Landesregierung geplant, zugelassen und gebaut. Es war dies aus Sicherheitsgründen - man bedenke 1964 - ein allradgetriebener ÖAF mit einer Nutzlast von 9 Tonnen.

In der Zwischenzeit hatte der gewachsene Gewerbebetrieb FLAGA bereits Niederlassungen in Linz, Graz, Klagenfurt und Vorarlberg gegründet, um den Kunden noch näher zu sein.





Flaga KundendienstfahrzeugDa die Schadstoffanteile von „Heizöl schwer“ zu großen Umweltbelastungen führten, begann die Großindustrie ihre Anlagen Mitte der 70er Jahre auf Flüssiggas umzustellen. Der Schritt war erfolgreich, was sich besonders in den reduzierten Schadstoffemissionswerten zeigte.

So wurde die Flüssiggasflasche im Gewerbe und vor allem in der Industrie immer mehr durch Flüssiggas im Tank ersetzt. Der Grund lag im gestiegenen Energiebedarf und in den wesentlich geringeren Vertriebskosten mittels Tankwagen, im Vergleich zu kleinen Gebinden.

Innovationen und Patente

1982/83 war eine Renaissance der Haushalts- und Treibgasflasche zu verzeichnen, denn FLAGA Techniker hatten nach 2-jähriger Verfahrensprüfung die Aluminiumhaushaltsflasche nach Österreich gebracht. Aufgrund ihres geringen Gewichtes und des edlen Werkstoffes trug die Aluminiumflasche sehr zum weiteren Erfolg der Flüssiggasflasche bei.

Gemeinsam mit der Niederösterreichischen Landesregierung gelang es der FLAGA im Jahre 1984 die Zulassung von Kunststoffrohren zum Transport von gasförmigem Flüssiggas zu erlangen. Die korrosionsfreien Rohre wurden von der FLAGA genau auf das kundenindividuelle Maß abgelängt, geprüft und komplett perfektioniert geliefert. Aufgrund dieses fertigen Rohrsystems waren vor Ort keine Schweißungen oder sonstige Arbeiten mehr notwendig, denn von den qualifizierten Partnern der FLAGA wurde ein fertiges Kunststoffrohrsystem vom Tank zum Gebäude gelegt.

1984 entwickelte FLAGA eine neue Tankgeneration im Bausteinsystem (Module).

Flaga Kugeltank
Der nächste Schritt war die Zulassung eines Kugeltanks für Flüssiggas. Die ersten Kugeltanks wurden in Oberflurausführung gefertigt. Eine Weiterentwicklung bestand darin, diesen Kugeltank so in das Erdreich einzusetzen, dass er nur mehr ab der Äquatornaht über Erdniveau sichtbar ist. Weiters konnte dieser Halbkugeltank, nach Abschluss umfangreicher Tests, mit einer grünen Farbe beschichtet werden.

Stichwort Behälterbeschichtung: Die ursprüngliche Bitumenbeschichtung wurde durch eine moderne 2-Komponenten-Kunststoffbeschichtung ersetzt. Intensive Versuche hatten uns bestätigt, dass wir mit dieser innovativen Technik auf dem richtigen Weg waren. Die 2-Komponenten-Kunststoffbeschichtung, in Verbindung mit einer kathodischen Korrosionsschutzanlage, ist ein höchst qualitatives Korrosionsschutzsystem. Für dieses System erhielt die FLAGA am 25.7.1990 das österreichische Patent Nr. 390969.

Gleichzeitig wurde registriert, dass der Trend immer mehr zur Unterflurtankausführung geht. Die Antwort der FLAGA darauf war die Entwicklung eines vertikalen, zylindrischen Unterflurtanks (hausintern als "PERMA-TANK" bezeichnet). Dieser Flüssiggastank wurde in Österreich und im übrigen Europa ebenso patentiert (Patent Nr. 389286 und 0312522).

Flaschenfüllanlage

Die FLAGA hatte gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten und dem TÜV eine moderne Prüfmethode anstelle der Wasserdruckprobe, die Schallemissionsmethode, entwickelt. Diese neue Prüfmethode ersetzte die früher notwendige Wasserdruckprobe und stellte eine wesentliche Innovation und Ersparnis dar.

Expansion

Dem Europa-Gedanken Rechnung tragend ist 1990 in Ostdeutschland, 1993 in Tschechien, sowie in Ungarn, je eine Tochtergesellschaft gegründet worden.

Aufgrund der positiven Entwicklung auf den ausländischen Märkten, besonders in Tschechien, gelang es im Laufe des Jahres 1994 im Rahmen der Privatisierung, das zweitgrößte tschechische Flaschenabfüllwerk mit Sitz in Hustopece zu erwerben, welches per 1.9.1994 endgültig in das Eigentum der Unternehmensgruppe FLAGA überging.

UGI Corporation

UGI Amerigas




1999 bekam die FLAGA GmbH einen multinationalen Background, sie wurde Tochtergesellschaft der UGI Corporation. Die UGI Corporation (NYSE:UGI), mit Sitz nahe Philadelphia/Pennsylvania, ist einer der führenden Energielieferanten in den USA. Das Unternehmen ist in den Bereichen Flüssiggas, Erdgas, Strom, Energiehandel sowie im Installationsbereich tätig.






Weitere Expansion

Flaga Suisse2003 wurde die FLAGA Suisse gegründet. Ein weiterer wichtiger Expansionsschritt in der erfolgreichen Geschichte der FLAGA. Als Innovation am Schweizer Markt setzte FLAGA im Privatkundenbereich die neuen innovativen und superleichten Kunststoffflaschen ein.

Im Jahr 2004 baute FLAGA durch den Erwerb der Flüssiggassparte der BP Gas in Tschechien die lokale Marktpräsenz weiter aus und erlangte dadurch die klare Marktführerschaft am tschechischen Flüssiggasmarkt im Bereich Tankgas, Flaschengas und Autogas.

2006 erfolgte die Gründung eines Joint Venture mit Progas Deutschland. Gemeinsam mit der Progas GmbH, dem deutschen Flüssiggas-Marktführer, wurde die Zentraleuropa LPG Holding (ZLH) als Joint Venture Unternehmen zum Vertrieb von Flüssiggas in Zentraleuropa gegründet. Das neue Unternehmen mit Sitz am FLAGA Standort in Leobendorf war in den Ländern Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Polen mit eigenständigen Gesellschaften führend im Flüssiggasmarkt vertreten. Anfang 2009 übernahm FLAGA den restlichen Anteil des Joint Ventures.

2010 wurde in der Schweiz der Tankgasbereich von Linde/Pangas übernommen. Damit erweiterte Flaga Suisse ihren Geschäftsbereich um Tankgas, Tankverkauf und -vermietung, sowie allen Service- und Montagearbeiten.

In diesem Jahr auch wurde BP Gas Denmark (LPG) übernommen und unter der sehr bekannten alten Marke Kosangas weitergeführt.

Ende 2010 wurde von Shell auch das Gasgeschäft in Polen und Ungarn übernommen. In Polen firmiert die neue Firma unter der Marke Amerigas, während in Ungarn die Firma unter dem Namen FLAGA weiter geführt wird.

2011 trennte sich Shell auch vom Flüssiggasbereich in ganz Skandinavien und FLAGA konnte die Gesellschaften in die Firmengruppe übernehmen. Sie wurden ebenfalls in Kosangas umbenannt. FLAGA Group wird in Zukunft in Skandinavien nur mehr den Markennamen Kosangas verwenden.

Zur selben Zeit übernahm UGI den Füssiggasbereich von Shell in Großbritannien und den Benelux-Staaten. Die neuen Firmen werden in Großbritannien unter der Marke Avantigas und in den Benelux-Staaten unter der Marke Antargaz, so wie in Frankreich, geführt.

Mit diesen Firmenübernahmen beschäftigt die FLAGA Group nun ca. 1.000 Mitarbeiter, operiert in 11 Ländern in Zentral- und Osteuropa und Skandinavien und verkauft ca. 450.000 Tonnen Flüssiggas jährlich.

FLAGA war die am schnellsten wachsende Flüssiggas-Gruppe in unserer Region und wir werden unser Bestes geben, auch in Zukunft weiter zu wachsen.



Flaschen- u. Tanklager FLAGA Zentrale

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